01 May 2026, 10:39

KI revolutioniert Ampeln: Wie LTSA+ Fußgänger und Autofahrer in Deutschland entlastet

Eine Gruppe von Menschen, die die Straße an einer Ampel überqueren, mit einem Bus auf der linken Seite, Fahrzeugen auf der Straße, Verkehrszeichen, Laternenmasten, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

KI revolutioniert Ampeln: Wie LTSA+ Fußgänger und Autofahrer in Deutschland entlastet

Ein neues, KI-gesteuertes Verkehrssystem revolutioniert die Ampelsteuerung in Deutschland. Entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Unternehmen Vitronic, soll die Technologie Fußgängerüberwege für alle Verkehrsteilnehmer – ob zu Fuß oder im Auto – sicherer und effizienter machen. Das System mit dem Namen LTSA wurde Anfang 2026 in Potsdam getestet und könnte bald flächendeckend eingeführt werden.

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Das LTSA -System nutzt künstliche Intelligenz, um Fußgängerbewegungen zu überwachen und vorherzusagen. Kameras erfassen Personen, die sich Fußgängerüberwegen nähern, analysieren deren Gehgeschwindigkeit und wahrscheinliche Laufrichtung – ganz ohne persönliche Daten zu speichern. So kann das System die Ampelphasen in Echtzeit anpassen und etwa langsameren Fußgängern oder Menschen mit Behinderungen bei Bedarf mehr Zeit einräumen.

Falls keine Fußgänger warten, kann die KI die Grünphase für sie komplett überspringen. Dadurch verringern sich unnötige Wartezeiten für Autofahrer, während die Ampeln dennoch flexibel auf den Verkehr reagieren. Ein weiterer Vorteil: Die Technologie lässt sich mit fast allen bestehenden Ampelanlagen kombinieren, sodass Städte sie ohne aufwendige Infrastrukturmaßnahmen einführen können.

Neben der Fußgängersteuerung testen Forscher eine vierte Ampelfarbe speziell für Fahrzeuge – vor allem für autonome Autos. Ziel ist es, den Verkehrsfluss weiter zu optimieren, während KI-Systeme eine immer größere Rolle im Transportwesen übernehmen.

Der Pilotversuch in Potsdam ist ein wichtiger Schritt hin zu einer intelligenteren, anpassungsfähigeren Verkehrsregelung. Indem das LTSA -System Fußgängersicherheit und Verkehrseffizienz in Einklang bringt, könnte es zum Standard in der zukünftigen Stadtplanung werden. Kommunen erhalten zudem die Möglichkeit, individuelle Einstellungen vorzunehmen – etwa um an bestimmten Kreuzungen den Öffentlichen Nahverkehr oder Radfahrer zu priorisieren.

Quelle