07 April 2026, 04:33

ISP in den Niederlanden verdoppelt Umsatz mit seltenen Therapien auf 245 Millionen Euro

Plakat mit verschiedenen Medikamenten-Artikeln, einschließlich Flaschen und Schachteln, mit dem Text "Piperazine Midy - Antigripine Midy Provence" unten.

ISP in den Niederlanden verdoppelt Umsatz mit seltenen Therapien auf 245 Millionen Euro

International Specialty Pharmacy Rare & Orphan Diseases (ISP) in den Niederlanden verzeichnete 2024 einen deutlichen Umsatzanstieg. Das Unternehmen steigerte seinen Ertrag auf 245 Millionen Euro – fast eine Verdopplung – und konzentriert sich dabei auf komplexe Behandlungen wie die sterile Rezepturherstellung. Dieses Wachstum ist Teil eines größeren Trends in der spezialisierten pharmazeutischen Versorgung in ganz Europa.

ISP gehört zu United Healthcare Partners (UHP), einer schweizerischen Gruppe, die Spezialapotheken und häusliche Therapiedienste betreibt. Mit einem Team von 600 Fachkräften im Gesundheitswesen versorgt UHP jährlich über 5.000 Patienten. Dazu zählen die Verabreichung von 42.000 Infusionen sowie die Auslieferung von rund 100.000 Produkten pro Jahr, darunter Enzymersatztherapien, Schmerzmittel und Antibiotika.

Enzymersatztherapien allein können pro Patient und Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro kosten. Dennoch bleiben die Gewinnmargen gering, und die Abrechnung von Pflegeleistungen zu Hause ist auf bestimmte Indikationen beschränkt. Dieser finanzielle Druck steht im Kontrast zur rasanten Expansion anderer Marktteilnehmer.

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In Deutschland haben Shop Apotheke und DocMorris ihr Versandgeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten stark ausgebaut. Shop Apotheke hält mittlerweile die Hälfte des eine Milliarde Euro schweren Marktes, während DocMorris weitere 250 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Der Umsatzsprung von ISP unterstreicht die wachsende Nachfrage nach spezialisierten pharmazeutischen Dienstleistungen. Der Fokus des Unternehmens auf seltene und komplexe Therapien spiegelt branchenweite Entwicklungen wider, auch wenn finanzielle Herausforderungen bestehen bleiben. Gleichzeitig dominieren Konkurrenten wie Shop Apotheke und DocMorris weiterhin den Versandhandel mit Rezeptarzneimitteln.

Quelle