05 May 2026, 12:37

Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Kampfakademie in Halle

Ein Plakat, das eine gewalttätige Konfrontation zwischen Aufständischen und Miliz in New York City zeigt, mit Menschen, die Waffen halten, Gebäuden im Hintergrund und Rauch, der aus ihnen aufsteigt, begleitet von dem Text "New York - Der Kampf zwischen Aufständischen und Miliz."

Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Kampfakademie in Halle

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um gegen ein Kampfstudio mit Verbindungen zur extremen Rechten zu protestieren. Die von der lokalen antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy – ein Trainingszentrum, dem vorgeworfen wird, extremistische Netzwerke zu fördern und als Rekrutierungsort zu dienen.

An der Demonstration nahmen je nach Schätzung der Polizei und der Veranstalter zwischen 170 und mehreren hundert Menschen teil, überwiegend junge Leute. Die Protestierenden skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und forderten die sofortige Schließung des Studios.

Die Gladiator Fight Academy hatte kürzlich in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet. Die Veranstaltung zog ein rechtsextremes Publikum an, darunter Persönlichkeiten wie Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß – allesamt mit der AfD verbunden. Auch Christopher Henze, dem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene nachgesagt werden, war anwesend.

Zu den zentralen Figuren des Teams gehören Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, sowie Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer des Studios und Fan von Energie Cottbus, der ebenfalls bei den Kämpfen antritt. Kritiker werfen der Akademie vor, unter dem Deckmantel des Kampfsports als Treffpunkt für extremistische Gruppen zu dienen.

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Die Demonstration unterstreicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich der mutmaßlichen Rolle des Studios bei rechtsextremen Aktivitäten. Die Behörden haben auf die Forderungen nach einer Schließung bisher nicht reagiert, doch der Protest zeigt, dass der Widerstand lokaler antifaschistischer Aktivisten anhält.

Quelle