Historischer Warnstreik bei Lorenz Snacks entfacht Lohnkonflikt in der Süßwarenbranche
Greta JockelHistorischer Warnstreik bei Lorenz Snacks entfacht Lohnkonflikt in der Süßwarenbranche
Bei Lorenz Snacks GmbH & Co KG legen Mitarbeiter bis Freitag, 14 Uhr, eine Warnstreikaktion hin. Die Proteste markieren die erste Welle solcher Arbeitsniederlegungen in der deutschen Süßwarenbranche, die bundesweit rund 60.000 Menschen beschäftigt. Fast die gesamte Belegschaft am Standort Hankensbüttel beteiligt sich an dem Ausstand.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) führt den Streik an und kritisiert das jüngste Arbeitgeberangebot als unzureichend. Dem Vorschlag zufolge blieben die Löhne sechs Monate eingefroren, bevor sie 2026 um 1,9 Prozent und 2027 um 1,5 Prozent steigen würden. Die NGG hatte eine Erhöhung um 5,8 Prozent über zwölf Monate gefordert.
Alexander Nimptsch, NGG-Regionalsekretär, argumentiert, dass das Angebot die finanziellen Sorgen der Beschäftigten nicht berücksichtige. Derzeit verhandelt die Gewerkschaft mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Bereits Anfang Juni hatten rund 200 Bahlsen-Mitarbeiter am 4. Juni in einem Proteststreik die Arbeit niedergelegt.
Der Streik bei Lorenz Snacks unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit in der Branche. Da die Gespräche zwischen NGG und BDSI noch laufen, könnten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte in Deutschlands viertgrößter Lebensmittelbranche betreffen.






