29 March 2026, 16:37

Heino polarisiert mit Konzert für suspendierten Feuerwehrmann in Brandenburg

Gruppe von Menschen, die auf dem Boden vor einer Menge mit Fahnen, Spruchbändern und einer Statue in Berlin sitzen, während einer anti-schwulen Demonstration.

Heino polarisiert mit Konzert für suspendierten Feuerwehrmann in Brandenburg

Umstrittener Auftritt: Heino gibt Konzert zur Unterstützung eines suspendierten Feuerwehrmanns

Der 87-jährige deutsche Sänger Heino hat am Samstagabend in Bad Belzig (Brandenburg) ein umstrittenes Konzert gegeben. Die Veranstaltung sollte Richard Mänder unterstützen, einen Feuerwehrmann, der berufliche Konsequenzen fürchten musste, nachdem er bei einer öffentlichen Zusammenkunft eine umstrittene Version der Nationalhymne gespielt hatte.

Das Konzert fand mitten in der anhaltenden Debatte über Mänders Entbindung von offiziellen Feuerwehraufgaben statt. Der Deutsche Feuerwehrverband hatte ihm die Richtertätigkeit bei Wettbewerben entzogen, nachdem er Heinos Aufnahme der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren abgespielt hatte – eine Version, die alle drei Strophen enthält. Mänder betonte später, er stehe nicht für rechtsextreme Ansichten, bedauerte jedoch das "Missverständnis" und verwies darauf, dass er nicht allein verantwortlich gemacht werden dürfe.

Heinos Manager, Helmut Werner, bezeichnete Kritiker der Veranstaltung als "ahnungslose Analphabeten", als er auf Vorwürfe angesprochen wurde, der Sänger stehe politisch eher rechts. Werner bestätigte zudem, das Konzert solle Mänder eine "zweite Chance" geben. Unter den Besuchern befanden sich Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen, die sich solidarisch mit ihrem Kollegen zeigten.

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Während des Auftritts spielte Heino Layla, einen Song, der bereits wegen sexistischer Textzeilen in der Kritik stand – das Publikum nahm das Stück jedoch begeistert auf. Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, beschrieb die Stimmung als "familiär und zusammengehörig". Zwar haben sich keine Parteien oder Organisationen öffentlich gegen die Entscheidung des Feuerwehrverbands ausgesprochen, doch einzelne Feuerwehrleute sowie Werner halten die Strafe für unverhältnismäßig hart.

Die Veranstaltung machte die Spaltung in der Bewertung von Mänders Fall und der Deutung nationaler Symbole deutlich. Während der Feuerwehrverband an seiner Haltung festhält, zeigte das Konzert, dass der Feuerwehrmann weiterhin Rückhalt erfährt. Die Diskussion über Meinungsfreiheit und berufliche Konsequenzen bleibt damit ungelöst.

Quelle