20 June 2026, 16:22

Hannovers Hauptbahnhof droht im Kapazitätsengpass zu ersticken – und niemand zahlt die Lösung

Grüne kritisieren mangelnde Finanzierung für die Erweiterung des Hauptbahnhofs Hannover

Hannovers Hauptbahnhof droht im Kapazitätsengpass zu ersticken – und niemand zahlt die Lösung

Hannovers Hauptbahnhof bleibt ein kritischer Flaschenhals für den Schienenverkehr in Norddeutschland. Täglich frequentieren über 260.000 Fahrgäste den Bahnhof, dazu verkehren rund 750 Fern- und Regionalzüge. Pläne zur Entlastung des Knotens scheitern jedoch an finanziellen Hürden.

Im März hatte die Deutsche Bahn Vorschläge zur Erweiterung des Bahnhofs vorgestellt. Dazu gehörten zwei neue Gleise mit den Nummern 15 und 16 sowie ein zusätzlicher Bahnsteig. Diese Maßnahmen gelten als entscheidend, um Überlastungen zu verringern und die Pünktlichkeit der Hannoveraner S-Bahn zu verbessern.

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Doch in der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen der Bundesregierung und der DB InfraGO schaffte es kein Schienenprojekt in die nächste Planungsphase. Dies nährt Befürchtungen, dass dringend benötigte Ausbaumaßnahmen verzögert oder sogar gestrichen werden könnten. Die Allianz pro Schiene kritisiert die mangelnde Finanzierung für den Ausbau und notwendige Modernisierungen scharf.

Das Bundesverkehrsministerium setzt sich nun in den aktuellen Haushaltsverhandlungen für höhere Mittel für neue und bestehende Projekte ein. Unterdessen wirft die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Swantje Michaelsen, der Bundesregierung vor, die weitere Planung für die Bahnhofserweiterung zu blockieren. Ohne Fortschritte drohten wichtige Vorhaben Rückschläge, warnt sie.

Die Finanzierung der beiden zusätzlichen Gleise und des neuen Bahnsteigs in Hannover steht weiterhin aus. Ohne diese Mittel bleibt die Kapazität des Bahnhofs eingeschränkt – mit negativen Folgen für Zuverlässigkeit und Komfort. Die Verzögerungen könnten die Überlastung für Fahrgäste und Verkehrsbetriebe weiter verlängern.

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