Hamburgs Kreuzfahrthafen bricht Rekorde – mehr Schiffe, Gäste und Öko-Innovationen
Aurelia AumannHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburgs Kreuzfahrthafen bricht Rekorde – mehr Schiffe, Gäste und Öko-Innovationen
Hamburg festigt seine Position als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen. Im vergangenen Jahr begrüßte die Stadt rund 1,4 Millionen Passagiere und verzeichnete 295 Schiffsanläufe – 29 mehr als noch 2022. Mit steigenden Besucherzahlen und wachsenden Ausgaben der Gäste treibt der Hafen gleichzeitig ökologische Modernisierungen voran.
2023 legten 295 Schiffe in den Hamburger Kreuzfahrtterminals an, nach 266 im Vorjahr. Insgesamt machten 46 verschiedene Schiffe Station, darunter drei, die erstmals die Hansestadt besuchten. Auch die Passagierzahlen stiegen auf etwa 1,4 Millionen – ein Plus von 100.000 gegenüber 2022.
Immer mehr Reisende verlängern ihren Aufenthalt: 38 Prozent übernachten mittlerweile mindestens eine Nacht vor oder nach ihrer Schiffsreise in der Stadt – ein deutlicher Anstieg gegenüber 19 Prozent im Jahr 2016. Im Schnitt gibt jeder Besucher 133,59 Euro vor Ort aus, wobei über 70 Prozent das Geld für Gastronomie, kulturelle Attraktionen oder Einkäufe verwenden.
Auch beim Umweltschutz gibt es Fortschritte: 2023 nutzten 162 Kreuzfahrtschiffe Landstromanschlüsse, um während der Liegezeit ihre Motoren abzuschalten. Das entspricht 71 Prozent aller infrage kommenden Anläufe. Bis 2024 werden alle drei Terminals mit Landstrom versorgt – und erfüllen damit die EU-Vorgaben vier Jahre vor der Frist.
Die Naturschutzorganisation NABU fordert seit 2011 von der Kreuzfahrtbranche eine Reduzierung der Luftschadstoff- und CO₂-Emissionen. Die Organisation will die Entwicklungen weiter beobachten und sich für zusätzliche ökologische Verbesserungen einsetzen.
Für 2024 werden 331 Schiffsanläufe erwartet, darunter 47 Flusskreuzfahrten und acht Erstbesuche.
Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst weiter – mit steigenden Passagierzahlen und verstärkten Umweltschutzmaßnahmen. Die Ausweitung der Landstromversorgung und die höheren Ausgaben der Besucher unterstreichen die wirtschaftliche und ökologische Dynamik des Hafens. Die Verantwortlichen rechnen im kommenden Jahr mit noch mehr Aktivität, darunter weiteren Schiffen und Premierenanläufen.






