30 June 2026, 12:30

Gorleben bleibt länger als geplant: Atomlager soll bis 2054 laufen

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt länger als geplant: Atomlager soll bis 2054 laufen

Deutschlands Zwischenlager Gorleben bleibt deutlich länger in Betrieb als ursprünglich geplant

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Das atomare Zwischenlager Gorleben wird weit über den ursprünglich vorgesehenen Zeitraum hinaus genutzt werden. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, darunter abgebrannte Brennelemente und Rückstände aus der Wiederaufarbeitung. Der Betreiber beantragt nun eine Verlängerung der Betriebsgenehmigung um 20 Jahre – damit bliebe die Anlage auch nach 2034 in Betrieb.

Das Lager wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet. Seine Wände und Decken sind dünner als die modernerer Zwischenlager. Zwischen 1995 und 2011 trafen die 113 Behälter in 13 Transporten ein, die jeweils von massiven Protesten begleitet wurden.

Die aktuelle Betriebsgenehmigung läuft 2034 nach 40 Jahren aus. Seit 2024 errichtet die bundeseigene Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) eine zehn Meter hohe Beton-Schutzbarriere um das Gelände. Die BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitserfordernissen, um laufende Kontrollen und den Wissenserhalt zu gewährleisten.

Die Suche nach einem Endlager für den Atommüll dauert an – das gesetzlich vorgesehene Ziel, bis 2031 ein solches in Betrieb zu nehmen, gilt inzwischen als unrealistisch. Die Bürgerinitiative BI Lüneburg-Dannenberg äußert Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheit des Standorts.

Gorleben war nie als Dauerlösung gedacht. Da ein Endlager in weiter Ferne liegt, setzt der weitere Betrieb auf nachgerüstete Schutzmaßnahmen und kontinuierliche Überwachung. Die beantragte 20-jährige Verlängerung würde das Lager mindestens bis 2054 in Betrieb halten.

Quelle