Fachkräftemangel im Kfz-Handwerk: Warum Werkstätten umdenken müssen
Fachkräftemangel im deutschen Kfz-Gewerbe: Die Mobilitätswende stellt Werkstätten vor neue Herausforderungen
Die deutsche Automobilbranche leidet unter einem wachsenden Fachkräftemangel, während die Verkehrswende die Anforderungen an die Berufe grundlegend verändert. Werkstätten klagen über zu wenige Bewerber und fehlende Qualifikationen bei den Kandidaten. Branchenvertreter fordern nun eine Modernisierung der Ausbildung, um mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten.
Trotz seiner führenden Rolle in der beruflichen Ausbildung – aktuell absolvieren 73.500 Auszubildende eine Lehre im Kfz-Bereich – haben viele Betriebe Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. 2024 begannen rund 24.000 neue Auszubildende ihre duale Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker. Doch die Branche muss ihre Anstrengungen bei der Nachwuchsgewinnung verstärken.
Fachverbände werden aufgefordert, die Weiterbildung von Ausbildern auszubauen und digitale Lehrmaterialien zu entwickeln. Künftige Fachkräfte benötigen vor allem vertieftes Wissen in Hochvoltsystemen und Software – Bereiche, in denen die aktuelle Ausbildung oft Defizite aufweist. Die meisten Werkstätten sind sich einig: Die Inhalte der Berufsausbildung müssen dringend an die neuen Anforderungen angepasst werden.
Praktika gelten als bestes Mittel, um junge Talente zu gewinnen und ihre Eignung zu prüfen. Erfolg hängt dabei von der Zusammenarbeit zwischen Auszubildenden, Mitarbeitern, Betrieben, Innungen und Verbänden ab. Das duale Ausbildungssystem bleibt entscheidend, um langfristig den Fachkräftenachwuchs zu sichern.
Der Umstieg auf Elektro- und softwarebasierte Fahrzeuge verändert die gefragten Kompetenzen in der Kfz-Reparatur grundlegend. Werkstätten und Bildungsträger müssen sich schnell anpassen, um diese Herausforderungen zu meistern. Ohne gezielte Reformen wird sich die Kluft zwischen den Anforderungen der Branche und den verfügbaren Qualifikationen weiter vergrößern.






