02 May 2026, 06:33

Ex-Berater warnen: Trumps Außenpolitik gefährdet transatlantische Beziehungen

Eine Zeitachsenkarte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr der Aufnahme codiert sind.

Ex-Berater warnen: Trumps Außenpolitik gefährdet transatlantische Beziehungen

Zwei ehemalige Spitzenbeamte haben die Demokraten aufgefordert, wichtige Wahlen in den USA zu gewinnen, um der Außenpolitik Donald Trumps entgegenzuwirken. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, ein früherer US-Botschafter, warnen, dass Trumps Kurs die transatlantischen Beziehungen gefährdet. Ihr Appell kommt zu einer Zeit wachsender Spannungen in den Bereichen Handel, NATO und globale Governance.

In einer gemeinsamen Erklärung kritisierten Heusgen und Murphy, dass Trump Europa eher als Gegner denn als Verbündeten behandle. Sie verwiesen auf seine wiederholten Zweifel an der Bindung der USA an die NATO sowie auf seinen Drang zu einseitigen Entscheidungen. Beide argumentierten, dass solche Politiken die internationale Zusammenarbeit schwächen und die langfristige Stabilität bedrohen.

Die beiden Politiker äußerten zudem Bedenken hinsichtlich Trumps Innenpolitik. Sie warf ihm vor, die Gewaltenteilung zu untergraben, indem er Richter unter Druck setze, den Kongress ausgrenze und loyal ergebene Anhänger in Bundesbehörden berufen habe. Diese Schritte, so ihre Aussage, höhlten die demokratischen Kontrollmechanismen aus.

Mit Blick auf die Zukunft schlagen Heusgen und Murphy vor, dass ein Sieg der Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022 die US-Politik verändern könnte. Sie gehen davon aus, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewinnen und möglicherweise auch im Senat. Ein künftiger demokratischer Präsident, so ihre Einschätzung, würde voraussichtlich das Vertrauen zu Europa wiederherstellen und fairere Handelsabkommen anstreben.

Das Duo schlug zudem eine neue Strategie für Deutschland vor, um mit den USA gemeinsam den UN-Sicherheitsrat zu reformieren. Statt auf permanente Sitze zu drängen, empfehlen sie halbpermanente Positionen als realistischere Kompromisslösung. Dies, so ihr Argument, würde breitere Unterstützung sichern und gleichzeitig die globale Governance modernisieren.

Ihre Warnungen erstrecken sich auch auf die Auswirkungen von Trumps Politik auf die US-Bürger. Steigende Spritpreise und wirtschaftliche Unsicherheit, so ihre Feststellung, seien teilweise auf seine unberechenbaren außenpolitischen Entscheidungen zurückzuführen. Die beiden Politiker betonten, dass die Geschichte zeige, einseitiges Handeln führe oft in die Krise, und plädierten für eine Rückkehr zu regelbasierter Zusammenarbeit.

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Heusgens und Murphys Vorschlag zielt darauf ab, durch demokratische Erfolge die amerikanisch-europäischen Beziehungen neu auszurichten. Sie argumentieren, dass eine Machtverschiebung Stabilität in der NATO, im Handel und in globalen Institutionen wiederherstellen könnte. Ihr Appell spiegelt die weitverbreiteten Sorgen über Trumps Vorgehen und dessen langfristige Folgen für beide Seiten des Atlantiks wider.

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