18 June 2026, 22:24

Ein umstrittenes Foto bringt Berlins Politik zum Kochen – was es über CDU und AfD verrät

Eins ist sicher: Die Firewall wird fallen!

Ein umstrittenes Foto bringt Berlins Politik zum Kochen – was es über CDU und AfD verrät

Ein Foto von Guido Heuer und Ulrich Siegmund bei einer Podiumsdiskussion hat in Berlin für Aufsehen gesorgt. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landesparlament, Siegmund während eines Gesprächs die Hand auf die Schulter legt. Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, lacht sichtbar während des Austauschs.

Der Moment entstand, als sich Heuer und Siegmund bei der Diskussion näherkamen, weil ein Mikrofon nicht funktionierte. Einige Beobachter beschrieben ihr Verhalten als natürlich und menschlich.

Das Foto hat scharfe Reaktionen im gesamten politischen Spektrum ausgelöst. ZDF-Moderator Markus Lanz kritisierte die gängige Praxis, AfD-Politiker offen zu meiden. Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken im Landtag, argumentierte, solche Bilder dürften „nie entstehen“. Eine Hand eines Demokraten gehöre nicht auf die Schulter eines AfD-Mitglieds, so ihre klare Position.

Auch die Grünen äußerten sich besorgt und erklärten, das Bild zeige keine sichtbare Distanz zwischen CDU und AfD. Viele deuten die Aufnahme als symbolischen Bruch der politischen Quarantäne um die AfD. Der in Berlin bisher geltende „cordon sanitaire“ scheint brüchig zu werden – sein endgültiger Zusammenbruch gilt vielen als unvermeidlich.

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Die politischen Konsequenzen sind beträchtlich: Aktuell führt die AfD in bundesweiten Umfragen mit 29 Prozent, neun Punkte vor der CDU. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September wird sogar eine absolute Mehrheit der AfD für möglich gehalten.

Das Foto hat die Debatte über den Umgang mit der AfD durch andere Parteien weiter angeheizt. Es unterstreicht die wachsenden Spannungen darüber, ob die bisherige Isolationsstrategie gegenüber der AfD aufrechterhalten oder aufgegeben werden soll. Die Kontroverse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Einfluss der Partei vor den entscheidenden Wahlen weiter steigt.

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