07 April 2026, 18:49

Drohnen aus Wildau: Wie KI und 5G die Notfallhilfe revolutionieren sollen

Ein Flugzeug fliegt über eine Start- und Landebahn mit Raketen, umgeben von Zäunen, Mülltonnen, Bäumen, Laternenmasten und Gebäuden, mit von den Kalifornien-Wildfires verqualmten Himmel im Hintergrund.

Drohnen aus Wildau: Wie KI und 5G die Notfallhilfe revolutionieren sollen

Die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) treibt die Drohnentechnologie voran, um die Notfallhilfe zu revolutionieren. Auf dem Flugplatz Schönefeld bei Schönefeld, südlich von Berlin, testen Forscher unbemannte Fluggeräte für die Waldbrandbekämpfung und die Ortung von vergrabener Munition. Das Projekt soll Brandenburg als wichtigen Akteur in der Luftfahrtinnovation etablieren.

Die jüngsten Versuche der Hochschule konzentrieren sich auf Drohnen, die über 5G-Netze gesteuert werden. Diese unbemannten Systeme könnten bald Feuerwehrleute unterstützen, indem sie Waldbrände schneller und präziser lokalisieren als herkömmliche Methoden. Ein weiteres mögliches Einsatzgebiet ist die Suche nach blindgängeren Kampmitteln im Boden – ein Problem, das in einigen Regionen Deutschlands noch immer besteht.

Die Forschung der TH Wildau geht über Drohnen hinaus. Die Einrichtung betreibt auch ein fliegendes Labor – ein speziell ausgestattetes Flugzeug, das für die Erprobung neuer Luftfahrttechnologien genutzt wird. Zudem werden KI-gestützte Robotersysteme entwickelt, die Start- und Landebahnen nach Trümmerteilen oder Hindernissen absuchen, um die Sicherheit auf Flughäfen zu erhöhen.

An dem Vorhaben sind bedeutende Partner beteiligt. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Technische Universität Berlin, Fraunhofer-Institute und die Deutsche Telekom bringen ihr Fachwissen ein. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle bezeichnete das Projekt als zukunftsweisend und betonte dessen regionale und technologische Bedeutung.

Die 1991 gegründete TH Wildau hat sich zu einem spezialisierten Forschungsstandort mit rund 3.500 Studierenden entwickelt. Der Flugplatz Schönefeld dient als Haupttestgelände für die Luftfahrttechnik und bietet reale Bedingungen für Innovationen.

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Die Drohnentests in Schönefeld markieren einen Schritt hin zu einer intelligenteren Notfallbewältigung. Bei Erfolg könnte die Technologie bundesweit für die Waldbrandbekämpfung und die Detektion von Blindgängern eingesetzt werden. Gleichzeitig festigt das Projekt Brandenburgs Ruf als aufstrebendes Zentrum für Luftfahrtforschung und -entwicklung.

Quelle