07 June 2026, 02:29

DGB fordert Arbeitgeberbeteiligung an betrieblicher Altersvorsorge für alle Beschäftigten

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert Arbeitgeberbeteiligung an betrieblicher Altersvorsorge für alle Beschäftigten

DGB drängt auf grundlegende Reform der betrieblichen Altersvorsorge

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine weitreichende Änderung bei der Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorge ein. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine solche Absicherung – vor allem, weil sie in Unternehmen arbeiten, die nicht an Tarifverträge gebunden sind. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi schlägt nun vor, dass Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen müssen, statt die volle Last den Arbeitnehmern zu überlassen.

Fahimi argumentiert, dass die betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Rente dienen und zumindest teilweise von den Arbeitgebern mitfinanziert werden sollte. Sie verweist auf andere europäische Länder, in denen die verpflichtenden Renteneinzahlungen oft 20 Prozent oder mehr betragen – wobei die Arbeitgeber in der Regel einen größeren Anteil übernehmen. Nach ihren Worten sei der Ansatz des DGB im Vergleich zu diesen Systemen keineswegs überzogen.

Der DGB will noch bis Ende des Monats konkrete Vorschläge für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vorlegen. Diese sollen für alle Beschäftigten in tarifgebundenen Unternehmen gelten. Für nicht tarifgebundene Betriebe regt die Gewerkschaft an, Arbeitnehmer unter vereinfachten Bedingungen in bestehende Vorsorgesysteme einzubinden.

Fahimi räumt ein, dass der Vorstoß angesichts der aktuellen finanziellen und wirtschaftlichen Belastungen auf Widerstand stoßen könnte. Dennoch bleibt der DGB bereit, über eine betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten im Rahmen von Tarifverhandlungen zu verhandeln.

Ziel des DGB-Plans ist es, die Rentenlücke für Millionen Arbeitnehmer in Deutschland zu schließen. Bei einer Umsetzung müssten Arbeitgeber Beiträge leisten, was die finanzielle Belastung der Beschäftigten verringern würde. Die Gewerkschaft erwartet, ihre detaillierten Vorschläge noch vor Monatsende finalisieren zu können.

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