05 June 2026, 11:25

Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohntransparenz – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant werden'

Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohntransparenz – was jetzt passiert

Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz hätte eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, doch das Bundesfamilienministerium konnte die Arbeiten nicht rechtzeitig abschließen. Beamte erklären nun, dass weitere Abstimmungen nötig seien, bevor die Regeln eingeführt werden können.

Die EU-Lohntransparenzrichtlinie zielt darauf ab, Gehaltsungleichheiten offenzulegen, indem Unternehmen verpflichtet werden, Informationen zu Löhnen und Gehältern zu veröffentlichen. Sie soll Arbeitnehmern helfen, unfaire Einkommensunterschiede zu erkennen und für gleiche Bezahlung zu kämpfen.

Das Ministerium bestätigte die Verzögerung und erklärte, dass zusätzliche Gespräche erforderlich seien, bevor die Richtlinie umgesetzt werden könne. Ein neuer Zeitplan wurde bisher nicht bekannt gegeben.

Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, verfolgt die Entwicklungen rund um Lohntransparenz und Arbeitnehmerrechte seit Langem. Bevor sie ihre aktuelle Position antrat, arbeitete sie im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie ausführlich über die KI-Branche berichtete. In ihren Artikeln untersucht sie auch, wie Technologie und Automatisierung die Arbeitswelt verändern – inklusive der gesellschaftlichen Auswirkungen auf Beschäftigte.

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Durch die verpasste Frist müssen sich deutsche Arbeitnehmer weiter gedulden, bis sie Zugang zu klareren Gehaltsdaten erhalten. Unternehmen sind vorerst nicht verpflichtet, ihre Gehaltsstrukturen offenzulegen. Wann die Richtlinie nun in Kraft treten wird, ließ das Ministerium offen.

Quelle