20 March 2026, 18:33

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Überschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die mit einem leichten Grinsen wegsieht.

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Der deutsche Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität an Online-Dating teilgenommen zu haben. Die Anschuldigungen haben die Kritik an Ulmens früherem Werk neu entfacht, das häufig misogyne Themen aufgriff.

Fernandes bezeichnete die Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und erklärte, sie hätten sich über mehrere Jahre hingezogen. Die Vorwürfe kommen im Rahmen einer breiteren Debatte über Männer, die Frauen verletzen – viele Nutzer ziehen im Netz Parallelen zu anderen prominenten Fällen.

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Ulmen wurde in den mittleren 2000er-Jahren mit der Reality-Show "Mein neuer Freund" bekannt, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" spielte. Das Format zeigte oft Frauen, die demütigendes Verhalten ertragen mussten, bevor die Figur ihre schlimmsten Züge offenbarten. Kritiker sehen darin heute ein Muster in Ulmens Karriere.

Zur gleichen Zeit entwickelte und moderierte er eine weitere umstrittene Sendung: "Wer will meine Freundin vögeln?" In der Rolle des Uwe Wöllner ließ Ulmen Männer gegeneinander antreten, um herauszufinden, wer die "heißeste" Freundin hatte. Die Aufgaben reichten vom Zählen von Kundenanmachen in einem Bordell bis zum Einholen von Komplimenten in einem Café – und zementierten so misogyne Dynamiken. Die Show lief auf dem Höhepunkt des Reality-TV-Booms, während Ulmen bereits mit Fernandes liiert war.

Als die Beziehung 2010 öffentlich wurde, gab es Skepsis: Ulmen galt als intelligent und weltgewandt, während Fernandes pauschal als austauschbar abgetan wurde. Nun lenken ihre Vorwürfe den Blick auf sein Verhalten hinter den Kulissen.

Im Netz erlebt der Leitspruch der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot – "Die Scham muss die Seite wechseln" – im Zusammenhang mit Fernandes' Geschichte eine Renaissance. Viele hinterfragen Ulmens öffentliches Image, das oft auf aristokratischem Snobismus und herabwürdigendem Humor beruhte.

Fernandes' Anschuldigungen reihen sich ein in eine wachsende Liste von Fällen, in denen Männer beschuldigt werden, Frauen verletzt zu haben. Ulmens einst als Satire abgetanes Werk steht nun wegen seiner misogynen Untertöne in der Kritik. Die Debatte zeigt, wie das öffentliche Auftreten von Prominenten auf tiefliegende Probleme hinter der Kamera verweisen kann.

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