09 June 2026, 08:30

CDU-Politiker nennt EU-Lohntransparenz einen "Bürokratie-Tsunami" – und warnt vor Wachstumshemmnissen

Chefin der Mittelstandsunion Connemann: EU-Verordnung zur Gehaltstransparenz bringt 'absurde Bürokratie' für Unternehmen

CDU-Politiker nennt EU-Lohntransparenz einen "Bürokratie-Tsunami" – und warnt vor Wachstumshemmnissen

CDU-Politiker Gerd Connemann hat die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz als überzogene Regulierung kritisiert. Seiner Ansicht nach belasten die neuen Vorschriften Unternehmen mit unnötigem Bürokratieaufwand. Seine Äußerungen sind Teil eines breiteren Appells, sich stärker auf Wachstum als auf zusätzliche Kontrollen zu konzentrieren.

Die Richtlinie verpflichtet Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten, regelmäßig Gehaltsberichte vorzulegen. Doch selbst kleinere Betriebe, wie etwa eine Bäckerei mit acht Mitarbeitern, müssten künftig mehr Papierkram bewältigen. Sie wären gezwungen, Leistungen wie Firmenfahrräder, Reisekostenzuschüsse oder Boni bei Lohnvergleichen zu berücksichtigen.

Connemann bezeichnete die Richtlinie als einen „Bürokratie-Tsunami“, der keine echten Probleme löse. Er verwies darauf, dass Deutschland bereits Gesetze zur Entgeltgleichheit habe. Die EU-Maßnahme sei lediglich eine weitere Schicht überflüssiger Vorschriften.

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Zudem bezog er sich auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit, der Überregulierung als Wachstumshemmnis benennt. Für Connemann sind die Lohntransparenzregeln ein Paradebeispiel für dieses Problem. Besonders kleine und mittlere Unternehmen würden unter der administrativen Last ächzen – etwa durch die Bearbeitung individueller Gehaltsanfragen.

Zwar zielt die Richtlinie auf mehr Lohngerechtigkeit ab, doch Kritiker wie Connemann warnen vor einem Mehraufwand für die Wirtschaft. Selbst Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten müssten künftig zusätzliche Berichtspflichten erfüllen. Die Debatte spiegelt die grundsätzliche Frage wider, wie sich Regulierung und wirtschaftliche Effizienz in Einklang bringen lassen.

Quelle