19 June 2026, 20:28

"Bunt statt braun": Tausende protestieren gegen AfD-Kinderschutzkonferenz in Hannover

Kirchen und Antifa mobilisieren gegen einen Kinderschutz-Kongress

"Bunt statt braun": Tausende protestieren gegen AfD-Kinderschutzkonferenz in Hannover

„Bunt statt braun“-Bündnis protestiert vor Landtag in Niedersachsen

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Dieser Samstag steht in Hannover im Zeichen des Widerstands: Das Bündnis „Bunt statt braun“ organisiert Kundgebungen vor dem niedersächsischen Landtag – zeitgleich mit der zweiten „Kinderschutzkonferenz“ der AfD. Die Demonstrationen laufen unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ und richten sich gegen die inhaltlichen Positionen der Partei.

Zu den Redner:innen der Proteste zählen prominente Stimmen wie Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, sowie die EU-Abgeordnete Christine Anderson. Auf der AfD-Veranstaltung sprechen unter anderem Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei, und Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD.

Themen der Konferenz sind laut AfD „Gender-Ideologie, Verharmlosung von Pädophilie, Gewalt- und Missbrauchserfahrungen sowie die frühe Sexualisierung von Kindern“. Das Gegenbündnis wirft der Partei vor, den Kinderschutz „instrumentalisieren“ zu wollen, und stuft sie als „gesichert rechtsextrem“ ein. Zudem warnt es davor, dass die AfD eine „Abschaffung der Inklusion von Schüler:innen mit und ohne Behinderung“ sowie eine „ethnonationalistische Umgestaltung der Lehrpläne“ anstrebe.

Unterstützung erhält die Demonstration von einem breiten Spektrum: Neben Initiativen wie „Omas gegen Rechts“ und „Aufstehen gegen Rassismus“ beteiligen sich Gewerkschaften wie ver.di und die GEW. Auch die katholische Kirche, die SPD und die Grünen positionieren sich gegen die AfD-Veranstaltung.

Die Proteste zeigen, wie tief die gesellschaftlichen Gräben in der Debatte um Kinderschutz, Bildungspolitik und soziale Teilhabe sind. Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Akteur:innen, Gewerkschaften und Parteien stellt sich den Forderungen der AfD entgegen – und unterstreicht damit den wachsenden Widerstand gegen deren politische Ausrichtung.

Quelle