Bundeswehr-Kauf von Diesel-Tankcontainern wegen explodierender Preise gestoppt
Bodo ZimmerBundeswehr-Kauf von Diesel-Tankcontainern wegen explodierender Preise gestoppt
Deutsche Abgeordnete haben die Pläne des Verteidigungsministeriums für den Kauf von Diesel-Tankcontainern vorerst gestoppt. Der Schritt folgt auf drastische Preiserhöhungen, die bei Haushaltsverantwortlichen Besorgnis ausgelöst haben. Ein Ausschussmitglied bezeichnete den Kostenanstieg als "skandalös" und stellte das Beschaffungsverfahren infrage.
Bei der ursprünglichen Bestellung im Jahr 2021 waren 153 Container für 21,8 Millionen Euro erworben worden – im Schnitt rund 142.000 Euro pro Stück. Nun würde ein aktualisierter Vertrag über 902 Einheiten etwa 262,67 Millionen Euro kosten, was einem Preis von rund 291.000 Euro pro Container entspricht.
Der Rahmenvertrag könnte langfristig bis zu 4.200 Container umfassen, mit einem Gesamtvolumen von schätzungsweise 902 Millionen Euro. Der CDU-Haushaltsexperte Andreas Mattfeldt kritisierte das Fehlen von Wettbewerb bei Rüstungsgeschäften und warnte vor einer Preisspirale. Gleichzeitig betonte er, dass durch sofortiges Handeln bis 2029 finanzielle Spielräume gesichert werden müssten.
Die Auslieferung der Container ist bis 2029 geplant, um die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik zu unterstützen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums lehnte es ab, vor der endgültigen Zustimmung des Bundestags Details zu nennen.
Die Beschaffung bleibt vorerst ausgesetzt, während die Abgeordneten die steigenden Kosten prüfen. Bei einer Genehmigung sollen die Container innerhalb von sechs Jahren geliefert werden. Die Entscheidung wird sowohl die militärische Logistik als auch die künftigen Verteidigungsausgaben beeinflussen.






