Braunschweig saniert Straßenbahnstrecken mit innovativen Materialien bis 2028
Theo SchlosserBraunschweig saniert Straßenbahnstrecken mit innovativen Materialien bis 2028
Braunschweig plant umfangreiche Sanierung von Straßenbahnstrecken
Die Stadt Braunschweig hat die Pläne für die großflächige Erneuerung von Straßenbahnstrecken finalisiert. Die Vorhaben, die für 2027 und 2028 vorgesehen sind, setzen auf eine Mischung aus Materialien – von leichtem Stahlfaserbeton bis hin zu Schotter- und grasbewachsenen Gleisen. Sowohl Kosten als auch ökologische Vorteile haben die Entscheidungen geprägt, wobei einige Optionen noch von Landesmitteln abhängen.
Der Stadtrat hat für die Straßenbahnstrecken am Waisenhausdamm leichten Stahlfaserbeton beschlossen; die Bauarbeiten sollen 2027 beginnen. Dieses Teilstück wird von der Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) betreut, die das Projekt leitet.
Für die Wenden-Rampen wurden Schottergleise gewählt, während die Brücke über die A2 eine gepflasterte Oberfläche erhalten soll. Grasbewuchs bleibt hier eine Option – allerdings nur, falls die Landesnahverkehrsbehörde zusätzliche Mittel bereitstellt. Auch der Heideblick-Kreisverkehr, dessen Sanierung für 2028 geplant ist, soll vorerst mit Schotter ausgebaut werden, sofern nicht dieselbe Förderbedingung erfüllt wird. Die Begrünung würde hier schätzungsweise 350.000 Euro mehr kosten.
Noch nicht endgültig entschieden ist die Lange Straße, wo die Erneuerung von der Haltestelle Alte Waage über die Küchenstraße bis zur Hagenbrücke reichen soll. Da die Diskussionen über die Neuverteilung des Verkehrsraums noch laufen, verzögert sich die finale Auswahl. Allerdings wurde für den Abschnitt zwischen Radeklint und westlich der Alten Waage – ebenfalls für 2027 vorgesehen – bereits grasbewachsenes Gleis empfohlen.
Die Mehrheit der Ausschussmitglieder ist sich einig, dass grasbewachsene Strecken in vielen Bereichen die beste Lösung darstellen. Sie reduzieren Lärm und verhindern Bodenversiegelung, sind jedoch teurer als Beton oder Schotter.
Die Sanierungen werden mit einer Materialmischung umgesetzt, die Kosten und Umweltaspekte in Einklang bringt. Bei Verfügbarkeit von Landesmitteln könnten weitere Abschnitte noch begrünt werden. Die Projekte werden in den kommenden Jahren zentrale Straßenbahnverbindungen in Braunschweig prägen.






