Braunschweig plant erste modulare Kita für 140 Kinder in der Weststadt
Theo SchlosserBraunschweig plant erste modulare Kita für 140 Kinder in der Weststadt
In der Braunschweiger Weststadt haben Stadtverantwortliche Pläne für eine neue Kita vorgestellt. Die geplante Einrichtung in der Unstrutstraße soll den dringenden Mangel an Betreuungsplätzen in dem Stadtteil beheben. Bei Genehmigung wäre sie die erste ihrer Art, die in modularer Bauweise errichtet wird.
Aktuell herrscht in der Weststadt ein erheblicher Engpass bei der Kinderbetreuung. Es fehlen 84 Krippenplätze und 63 Kindergartenplätze, sodass viele Familien ohne Betreuungsmöglichkeiten bleiben. Die Versorgungsquote liegt sowohl bei Krippen als auch bei Kindergärten deutlich unter den städtischen Zielvorgaben.
Die neue Kita in der Unstrutstraße wird Platz für drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe bieten. Zudem ist ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum vorgesehen. Nach der Fertigstellung wird die Einrichtung vom Caritasverband Braunschweig betrieben – als Nachfolger der bald schließenden Kita St. Kjeld.
Die Stadtplaner haben für das Projekt ein Budget von 10 Millionen Euro veranschlagt. Es dient als Pilotvorhaben für künftige Kita-Neubauten und setzt auf serielle Modulbauweise, um die Bauzeit zu verkürzen und Kosten zu sparen. Der Standort wurde wegen der Nähe zu bestehenden Betreuungseinrichtungen in der Ilmenaustraße und am Muldeweg gewählt.
Der Verwaltungsausschuss wird den Vorschlag am 17. Juni 2026 prüfen. Bei einer Zustimmung könnte der Bau 2028 beginnen, die Eröffnung wäre dann für 2030 geplant.
Das Projekt in der Unstrutstraße soll nicht nur den Betreuungsdruck in der Weststadt verringern, sondern auch eine neue Bauweise erproben. Falls die Pläne umgesetzt werden, entstehen 140 zusätzliche Plätze für Familien aus dem Stadtteil. Die Abstimmung im Juni wird entscheiden, ob das Vorhaben wie vorgesehen voranschreitet.






