06 May 2026, 16:31

Braunschweig plant autofreies Kreativquartier im Stadtteil Großer Hof

Altes Buchcover mit einer detaillierten Illustration einer Stadtlandschaft, einschließlich grüner Bäume und hoher Gebäude, mit klassischem Text.

Braunschweig plant autofreies Kreativquartier im Stadtteil Großer Hof

Braunschweigs Stadtteil Großer Hof steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Die Stadt hat Pläne vorgelegt, das Viertel als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen. Der Bereich, der derzeit von leerstehenden Schulgebäuden und ausgedehnten Parkflächen geprägt ist, steht seit Langem in der Kritik – wegen mangelnder Lebendigkeit und veralteter Struktur. Nun soll daraus ein lebendiges, autofreies Kreativquartier mit Wohnraum, Kulturflächen und grünen Aufwertungen entstehen.

Die Neugestaltung folgt auf Jahre des Niedergangs in diesem Viertel, in dem zwei Schulen geschlossen wurden und Parkplätze das Bild dominieren. Die Lage am Rande der Innenstadt verschärft die Dringlichkeit und treibt die Planer trotz schwieriger Rahmenbedingungen zum Handeln. Architekten haben die „offensichtlichen Mängel“ des Gebiets betont und darin eine Chance gesehen, die gesamte Aufteilung neu zu denken.

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Grundlage des Projekts bildet ein preisgekrönter Entwurf eines Hamburger Büros aus dem Jahr 2024, der eine Mischung aus Wohnhäusern, Künstlerateliers und einem Quartiersgarage vorsieht. Geplant sind zudem Flächen für die Städtische Galerie, kreative Unternehmen und soziale Infrastruktur – ergänzt durch nachhaltige Aufwertungen der Grünflächen.

Die Finanzierung des 60-Millionen-Euro-Vorhabens wird teilweise von der Stadt getragen, die bereits 7,9 Millionen Euro zugesagt hat. Der Rest soll aus Landes- und Bundesförderprogrammen für Stadtentwicklung fließen, darunter die Initiative „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Bei Genehmigung wäre dies der erste große Schritt zur Erneuerung des gesamten Großer-Hof-Viertels.

Die Umgestaltung könnte einem lange vernachlässigten Teil Braunschweigs neues Leben einhauchen. Durch die Reduzierung des Autoverkehrs und die Schaffung von Kultur- und Wohnräumen soll das Viertel belebt werden. Nun müssen die Verantwortlichen die Förderung beantragen – die Bauzeitleiste hängt vom Ausgang des Verfahrens ab.

Quelle