08 May 2026, 20:31

Braunschweig kämpft mit leerstehender Tiefgarage im Emsviertel – Stadt beantragt Millionenförderung

Ein volles Parkhaus mit zahlreichen Autos vor einem Geb├Ąude.

Braunschweig kämpft mit leerstehender Tiefgarage im Emsviertel – Stadt beantragt Millionenförderung

Leerstehende Tiefgarage in Braunschweigs Emsviertel: Stadt beantragt Bundesförderung für Aufwertung des Stadtteils

Seit Jahren steht eine große Parkgarage im Braunschweiger Emsviertel weitgehend leer. Die Stadt will nun mit einem Antrag auf Bundesförderung aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ gegen den Niedergang des Viertels vorgehen. Nach Ansicht der Verantwortlichen sind dringend Maßnahmen nötig, um städtebauliche Mängel und soziale Probleme im Stadtteil zu beheben.

Die „Parkpalette“, ein mehrstöckiges Parkhaus im Herzen des Emsviertels, wird kaum genutzt. Die oberste Ebene ist aufgegeben, das gesamte Bauwerk in schlechtem Zustand. Auch eine weitere Garage in der nahegelegenen Eiderstraße steht seit Jahren leer.

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Ein aktueller, 200 Seiten starker Bericht benennt die langjährigen Probleme des Gebiets. Seit 2007 übersteigt das Parkplatzangebot entlang der Emsstraße die Nachfrage, was zu einer ungleichen Verteilung in der Stadt führt: Während einige Stadtteile unter Parkplatzmangel leiden, verfallen in anderen – wie im Emsviertel – ungenutzte Kapazitäten.

Als Lösung schlägt die Stadtverwaltung vor, die Parkpalette entweder zu sanieren, umzunutzen oder abzureißen. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Strategie zur Belebung des Viertels. Bei einer Bewilligung würde Braunschweig rund 7,94 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in die Maßnahmen investieren.

Der Stadtrat muss über den Antrag in seiner Sitzung am 1. Juni entscheiden. Eine Zustimmung ist notwendig, um die Frist für die Bundesförderung einzuhalten.

Sollte der Antrag erfolgreich sein, könnte die Bundesförderung dringend benötigte Investitionen ins Emsviertel bringen. Die Mittel würden helfen, brachliegende Flächen umzugestalten und die Infrastruktur des Gebiets zu verbessern. Der Ausgang hängt nun von der Entscheidung des Rates und der Prüfung durch die Bundesregierung ab.

Quelle