Brandenburger uneins: Woidke bleibt beliebt, doch Koalition verliert Vertrauen
Theo SchlosserBrandenburger uneins: Woidke bleibt beliebt, doch Koalition verliert Vertrauen
Eine neue Umfrage offenbart gespaltene Meinungen unter den Brandenburgern zur Landesregierung. Zwar glauben 57 Prozent, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke bis 2029 im Amt bleiben sollte, doch nur 28 Prozent sind mit der aktuellen SPD-CDU-Koalition zufrieden. Die Erhebung zeigt zudem verschobene Parteiensympathien im Vorfeld möglicher Neuwahlen.
Die repräsentative Umfrage wurde zwischen dem 18. und 22. Juni durchgeführt und umfasste 1.159 wahlberechtigte Bürger. Demnach billigen 46 Prozent Woidkes Arbeit, während 62 Prozent die bisherige Bilanz der Koalition kritisch sehen. Fast 100 Tage nach Amtsantritt steht die Regierung vor Skepsis: 62 Prozent zweifeln daran, dass sie die Bildungspolitik verbessern wird.
Bei einer hypothetischen Wahl heute ergäbe sich eine deutliche Verschiebung der Wählergunst. Die AfD läge mit 37 Prozent vorn – ihr bestes Ergebnis im Land bisher. Die SPD käme auf stabile 22 Prozent, während die CDU auf 12 Prozent fallen würde. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) läge bei nur 4 Prozent und verfehlte damit den Einzug in den Landtag.
Die Fehlerquote der Umfrage liegt zwischen ±2 Prozentpunkten bei einem Ergebnis von 10 Prozent und ±3 Prozentpunkten bei 50 Prozent.
Die Ergebnisse spiegeln eine zersplitterte öffentliche Meinung in Brandenburg wider. Während die AfD an Zustimmung gewinnt, kämpft die Regierungskoalition mit geringer Akzeptanz. Ob es dem Bündnis gelingt, zentrale Themen wie die Bildungspolitik anzugehen, bleibt fraglich.
