02 April 2026, 14:30

Brandenburg reformiert Apotheken-Notdienste: Mehr Geld, weniger Stress für Apotheker

Apothekenladen mit einem vor dem Gebäude geparkten Fahrzeug und einem Gebäude auf der linken Seite.

Brandenburg reformiert Apotheken-Notdienste: Mehr Geld, weniger Stress für Apotheker

Pilotprojekt in Brandenburg soll Apotheker entlasten: Reform der Notdienste in Sicht

Ab dem 1. März tritt in Brandenburg ein neues Pilotprojekt in Kraft, das den Druck auf Apotheker durch eine Reform der Notdienstregelungen verringern soll. Die Änderungen sehen längere Rotationszyklen und eine höhere Vergütung für Bereitschaftsdienste vor. Apotheker wie Peter Schmieder, der zunehmend unter der Belastung leidet, blicken den Anpassungen nun mit vorsichtigem Optimismus entgegen.

Die Apothekerkammer Brandenburg (LAK) hat die Reform entworfen, um die langfristige Arzneimittelversorgung zu sichern und gleichzeitig die Personalkapazitäten effizienter zu nutzen. Künftig wechseln sich die Notdienste alle 20 Tage ab – statt wie bisher im 13-Tage-Rhythmus. Diese Maßnahme soll die Arbeitslast gleichmäßiger verteilen und die Belastung für einzelne Apotheken-Teams verringern.

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Jens Dobbert, Präsident der LAK, betonte, dass es sich nicht um eine Einschränkung, sondern um eine notwendige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen handle. Die Reform sei eine strukturelle Verbesserung, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Resilienz der Apotheken zu stärken. Thomas Müller, ein hochrangiger Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums, bezeichnete die erhöhte Vergütung für Notdienste sogar als "goldene Chance".

Das Pilotprojekt läuft vom 1. März bis zum 31. Dezember 2023. Sollte die Reform dauerhaft umgesetzt werden, könnten sich die Zahlungen für Notdienste nahezu verdoppeln. Für Schmieder, der eine Apotheke in Golzow betreibt, bringen die längeren Abstände zwischen den Diensten bereits spürbare Entlastung.

Die Reform bietet Apothekern ein faireres System mit besserer Bezahlung und weniger Stress. Die Testphase wird zeigen, ob die Änderungen nachhaltig die Arbeitsbedingungen und die Zuverlässigkeit des Dienstes verbessern können. Bei Erfolg könnte das Modell als Vorbild für eine flächendeckende Einführung in der Region dienen.

Quelle