Berlin reformiert Schulgesetz: Digitale Klassenbücher und strengere Schulpflichtregeln
Greta JockelBerlin reformiert Schulgesetz: Digitale Klassenbücher und strengere Schulpflichtregeln
Berlins Bildungssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen, nachdem der Senat einen Entwurf zur Novellierung des Schulgesetzes verabschiedet hat. Die Reform zielt auf eine Verbesserung der Unterrichtsqualität, den Ausbau digitaler Werkzeuge und strengere Regeln zur Schulpflicht ab.
Das geplante Gesetz sieht mehrere zentrale Neuerungen vor. Schulen sollen künftig digitale Klassenbücher, Zeugnisse und Schülerausweise einführen, um die Verwaltung effizienter zu gestalten. Standardisierte Tests und vergleichende Leistungsdaten ermöglichen eine präzisere Erfassung des Lernfortschritts. Damit sollen Förderbedarfe früher erkannt und Lehrmethoden gezielter bewertet werden können.
Bei Schulschwänzern wird es künftig schärfere Konsequenzen geben. Schüler mit häufigen unentschuldigten Fehlzeiten können verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Ausgenommen von den neuen Regeln sind Kinder mit chronischen Erkrankungen – im Fokus stehen stattdessen mögliche Vernachlässigung oder Gefährdung.
Der Entwurf regelt zudem den Übergang auf weiterführende Schulen sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unterricht. Nach der Zustimmung des Senats geht der Gesetzentwurf nun an das Abgeordnetenhaus, wo er beraten und endgültig beschlossen werden soll.
Sollte das Gesetz in Kraft treten, wird es die Art und Weise verändern, wie Berlins Schulen Fehlzeiten erfassen, Leistungen bewerten und Technologie integrieren. Die Reformen sollen ein strukturierteres und flexibleres Bildungssystem für die Zukunft schaffen.






