07 May 2026, 14:38

Bayerns Wasserstoff-Pläne scheitern: Millionen-Fördergelder verfallen ungenutzt

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bayerns Wasserstoff-Pläne scheitern: Millionen-Fördergelder verfallen ungenutzt

Bayerns Wasserstoff-Offensive stockt: Millionen an Fördergeldern bleiben ungenutzt

Die Bemühungen Bayerns, Wasserstoff als Energieträger voranzutreiben, sind auf Hindernisse gestoßen – Millionen an Subventionen blieben unangetastet. Ein großer Teil der Mittel für Wasserstofftankstellen und Elektrolyseure wurde wegen geringer Nachfrage nicht abgerufen. Die ehrgeizigen Pläne des Freistaats kommen in zentralen Bereichen nur schleppend voran.

Zwischen 2018 und 2025 stellte die bayerische Landesregierung 61 Millionen Euro für den Aufbau von Wasserstofftankstellen bereit. Doch nur 16,3 Millionen Euro wurden tatsächlich ausgezahlt, da das Interesse der Wirtschaft gering blieb. Empfänger gaben sogar 9 Millionen Euro zurück, nachdem geplante Projekte nicht realisiert wurden. Das Förderprogramm ist inzwischen offiziell ausgelaufen.

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Auch bei der Förderung von Elektrolyseuren – Anlagen zur Wasserstoffherstellung – blieb die Bilanz mau. Obwohl für 2024 und 2025 fast 120 Millionen Euro vorgesehen waren, flossen bis Ende 2025 lediglich 4,1 Millionen Euro. Zum Vergleich: Mehr als die Hälfte des insgesamt 142 Millionen Euro umfassenden Energie-Forschungsbudgets des Landes war bis zu diesem Stichtag bereits vergeben.

Die Bundesregierung treibt unterdessen den Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes voran, das vor allem industrielle Abnehmer und nicht Privatverbraucher im Blick hat. Experten warnen, dass die hohen Produktionskosten Wasserstoff für die Wärmeversorgung von Häusern oder als Kraftstoff für Autos unwirtschaftlich machen. Deutschland bliebe zudem – ähnlich wie bei Erdgas – bei großen Teilen der Versorgung auf Importe angewiesen.

Die zögerliche Inanspruchnahme der Wasserstoff-Fördermittel unterstreicht die Herausforderungen beim Umstieg auf diese Energiequelle. Angesichts begrenzter Nachfrage und hoher Kosten könnten Bayerns verbleibende Mittel ungenutzt bleiben. Der Fokus liegt nun auf industriellen Anwendungen – eine breite Markteinführung rückt in weite Ferne.

Quelle