Ärzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Bier für Jugendliche, Spirituosen nur im Fachhandel
Aurelia AumannÄrzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Bier für Jugendliche, Spirituosen nur im Fachhandel
Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf schärfere Alkoholgesetze in Deutschland
Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg fordert strengere Regelungen für den Alkoholverkauf in Deutschland. Zu den Vorschlägen gehören ein Verbot des Verkaufs von hochprozentigem Alkohol in Supermärkten sowie das Ende des kontrollierten Alkoholkonsums für Jugendliche ab 14 Jahren. Die Ärztevereinigung argumentiert, dass diese Maßnahmen die gesundheitlichen Risiken verringern würden, die mit frühem Alkoholkonsum einhergehen.
Laut dem neuen Plan dürften Spirituosen und andere hochprozentige Getränke nur noch in lizenzierten Fachgeschäften und nicht mehr in Supermärkten oder Tankstellen verkauft werden. Zudem soll die bestehende Regelung abgeschafft werden, die es 14- und 15-Jährigen derzeit erlaubt, in Begleitung der Eltern Bier, Wein oder Sekt zu trinken.
Die Delegierten verwiesen auf internationale Studien, die belegen, dass strengere Altersgrenzen und Verkaufskontrollen den Alkoholkonsum bei Jugendlichen reduzieren. Sie warnten, dass früher Alkoholkonsum das Risiko für spätere Abhängigkeit und langfristige Gesundheitsschäden erhöht. Die Vereinigung stuft Alkoholmissbrauch als eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren in Deutschland ein.
Der Aufruf zu Reformen kommt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über den leichten Zugang junger Menschen zu Alkohol. Die Ärztevereinigung betont, dass strengere Vorschriften Minderjährige besser vor den Gefahren von Alkohol schützen würden.
Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre dies eine deutliche Wende in der deutschen Alkoholpolitik: Der kontrollierte Alkoholkonsum für Jugendliche würde entfallen, und der Kauf von Spirituosen würde erschwert. Die Initiative der Vereinigung spiegelt breitere Bestrebungen wider, alkoholverbundene Schäden bei jungen Menschen einzudämmen.






