Apothekensterben in Deutschland: 502 Schließungen 2025 – Sachsen besonders betroffen
Greta JockelApothekensterben in Deutschland: 502 Schließungen 2025 – Sachsen besonders betroffen
Apothekensterben in Deutschland: Über 500 Schließungen allein 2025 – Sachsens Versorgungslücken wachsen
Die Zahl der Apotheken in Deutschland schrumpft rasant: Allein im Jahr 2025 wurden 502 Schließungen verzeichnet. Bundesweit gibt es nun noch 16.601 Apotheken. Besonders dramatisch ist die Entwicklung in Sachsen, wo der Rückgang die Sorge um die künftige medizinische Grundversorgung in der Region verstärkt.
Zwischen 2016 und 2020 verlor Sachsen 36 Apotheken. Doch der Trend beschleunigte sich in den folgenden Jahren: Von 2021 bis 2025 schlossen weitere 85 Betriebe, im vergangenen Jahr kamen 13 hinzu.
Doch das Problem beschränkt sich nicht auf Sachsen. Auch in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Thüringen ist die Lage angespannt. In Hessen stieg die Zahl der von Insolvenz bedrohten Apotheken um 46,7 Prozent, in Nordrhein-Westfalen um 30,8 Prozent. Baden-Württemberg und Thüringen verzeichneten Zuwächse von 26,7 bzw. 22,2 Prozent.
Wirtschaftlicher Druck und Personalmangel verschärfen die Krise Göran Donner, Präsident des Sächsischen Apothekerverbandes, sieht die wirtschaftlichen Belastungen als Hauptgrund für die Schließungswelle. Ohne eine Anpassung der Vergütungssätze drohten noch mehr Apotheken in Existenznot zu geraten, warnt er. Zwar hat die Bundesregierung eine Überprüfung der Gebühren in ihrem Koalitionsvertrag verankert, doch konkrete Änderungen stehen noch aus.
Hinzu kommt der Fachkräftemangel. Donner betont, dass nur finanziell stabile Apotheken die erweiterten Leistungen erfüllen können, die das Apothekenreformgesetz vorsieht. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, wo Schließungen ganze Gemeinden ohne einfachen Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten und Beratung zurücklassen könnten.
Ohne Gegensteuerung droht der Kollaps der lokalen Gesundheitsversorgung Der anhaltende Rückgang der Apotheken gefährdet die Stabilität der medizinischen Grundversorgung – vor allem in strukturschwachen Gebieten. Bleibt es bei der aktuellen Entwicklung, könnte die Schließungswelle anhalten und die Verfügbarkeit von Leistungen weiter einschränken, auf die viele Communities angewiesen sind. Sachsen und andere betroffene Bundesländer warten nun darauf, ob die angekündigten Gebührenanpassungen rechtzeitig kommen, um den Trend noch umzukehren.






