17 June 2026, 18:21

Abschied von Shermin Langhoff: Das Berliner Gorki-Theater startet neu

Lieder aus den letzten Jahren am Maxim Gorki

Abschied von Shermin Langhoff: Das Berliner Gorki-Theater startet neu

Ein Abschiedsabend im Berliner Maxim-Gorki-Theater markierte das Ende einer Ära. Die Veranstaltung ehrte die scheidende Intendantin Shermin Langhoff und läutete zugleich eine Wende in der Ausrichtung des Hauses ein. Mit Aufführungen und Reden wurde ihr Wirken gewürdigt.

Der Abend begann mit einer Revueshow. Via Jikeli eröffnete das Programm mit Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan. Später sang Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbelied, ergänzt durch weitere Stücke aus jüngeren Produktionen des Theaters.

Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Langhoffs Ehren. Sie antwortete mit einer kurzen Ansprache, warf dabei theatralisch ihre vorbereiteten Notizen zu Boden – bevor der Ruf Es lebe das Gorki! ertönte und einen Neuanfang symbolisierte, nachdem das Theater metaphorisch zu Grabe getragen worden war.

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Nach dem offiziellen Teil zog eine Gruppe der Gäste, darunter eine Freundin des Erzählers namens M., in eine Bar nach Neukölln weiter. M. hatte zwölf Jahre in Berlin gelebt, stand aber kurz vor dem Umzug zurück nach Kassel.

Die Nacht unterstrich den bleibenden Einfluss des postmigrantischen Theaters in der deutschen Kulturlandschaft. Während Shermin Langhoff das Gorki verlässt, beginnt für das Haus ein neues Kapitel – ihr Erbe jedoch ist fest in dessen Geschichte verankert.

Quelle