26 March 2026, 10:33

75 Prozent zu schwer: Überladener Lkw auf A30 bei Osnabrück gestoppt

Schwarz-weiß-Foto eines großen Vierachsen-Lkw mit einem Kran auf dem Rücken und einem flachen Anhänger, der als erstes Schwerlastfahrzeug gilt.

75 Prozent zu schwer: Überladener Lkw auf A30 bei Osnabrück gestoppt

Überladener Lkw auf A30 bei Osnabrück gestoppt

In der vergangenen Nacht wurde auf der Autobahn A30 bei Osnabrück ein extrem überladener Lastwagen angehalten. Die Polizei stellte fest, dass das Fahrzeug mehr als 75 Prozent über dem zulässigen Gesamtgewicht lag. Der Fahrer hatte einen Mobilkran aus dem Industriegebiet Nordhorn-Blanke transportiert, als die Beamten eingriffen.

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Der kroatische Sattelzug war kurz nach der Auffahrt an der Anschlussstelle Gildehaus in die Kontrolle geraten. Den Beamten war die ungewöhnliche Länge und Beladung des Fahrzeugs aufgefallen, woraufhin sie die Transportgenehmigung überprüften. Der Fahrer legte Papiere vor, die ein Höchstgewicht von 40 Tonnen erlaubten.

Eine anschließende Wiegekontrolle ergab jedoch ein tatsächliches Gesamtgewicht von 70.150 Kilogramm – mehr als 30 Tonnen über der erlaubten Grenze. Die Behörden untersagten dem Lkw umgehend die Weiterfahrt. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.670 Euro hinterlegen, bevor weitere Schritte eingeleitet wurden.

Der Vorfall reiht sich in eine bundesweite Verschärfung der Kontrollen gegen überladene Lastwagen ein. Allein 2024 prüfte das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) über 146.000 Fahrzeuge und stellte bei mehr als 16.000 Verstöße fest. Die Bußgelder lagen zwischen 30 und 452 Euro; Fahrzeuge mit mehr als fünf Prozent Überlast mussten vor der Weiterfahrt entladen werden. Ab 2026 sollen automatische Sensorsysteme auf Autobahnen wie der A4 in Nordrhein-Westfalen überladene Lkw im Vorbeifahren erkennen. Bis 2028 wird das System auf 16 Standorte in ganz Deutschland ausgeweitet.

Das für den Kran verantwortliche Unternehmen muss nun eine rechtkonforme Transportkombination organisieren.

Die extreme Überladung führte zu einem sofortigen Fahrverbot und einer finanziellen Strafe. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Gewichtsgrenzen auf deutschen Straßen durchzusetzen. Künftig sollen automatische Überwachungssysteme die Einhaltung der Vorschriften auf dem gesamten Autobahnnetz verbessern.

Quelle