17 June 2026, 17:45

3,5-Milliarden-Förderung für E-Autos: Wer profitiert wirklich vom neuen Programm?

Dealers: E-car subsidy mainly goes to China

3,5-Milliarden-Förderung für E-Autos: Wer profitiert wirklich vom neuen Programm?

Die deutsche Bundesregierung hat ein Förderprogramm in Höhe von 3,5 Milliarden Euro für Elektroautos eingeführt, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen werden. Käufer können je nach Modell und persönlichen Verhältnissen bis zu 6.000 Euro erhalten. Doch das Programm sorgt für Diskussionen über seine Wirksamkeit und die Frage, wem es tatsächlich zugutekommt.

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Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), übt scharfe Kritik an der Förderung. Seiner Meinung nach hat sie vor allem bereits geplante Käufe vorgezogen, statt neue Anreize zu schaffen. Damit widerspricht er Umweltminister Carsten Schneider, der das Programm lobt.

Eine Umfrage des ZDK zeigt, dass die meisten geförderten Fahrzeuge im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro chinesische Modelle sind. Der Absatz dieser günstigen E-Autos in den Autohäusern der Weller Group hat sich im Mai mehr als verdoppelt. Deutsche Hersteller bieten in dieser Preisklasse bisher keine Fahrzeuge an.

Weller schlägt vor, die Förderung auf Gebrauchtwagen auszuweiten, die Ladeinfrastruktur zu verbessern und die Strompreise zu senken. Zudem regt er an, Ladestationen wie Mobilfunk-Roaming zu behandeln, um die Preistransparenz zu erhöhen. Das aktuelle Förderprogramm kommt vor allem ausländischen Herstellern zugute – insbesondere chinesischen. Gleichzeitig offenbart es Lücken im heimischen E-Auto-Markt. Wellers Vorschläge zielen darauf ab, die Elektromobilität für alle Käufer zugänglicher und transparenter zu gestalten.

Quelle